28.07.2010
„Wir wollen im Dezember in Betrieb gehen“
MARIO VALDEMARIN, Gesamtplaner und Bauleiter des südlichen Teils der Westumfahrung, zum derzeitigen Stand der Dinge.
Herr Valdemarin, wie gestalten sich derzeit die Arbeiten an der Westumfahrung?
Wir arbeiten wie immer gleichzeitig auf mehreren Baustellen. Im Südtunnel werden derzeit auf den letzten 600 Metern die Gehsteige errichtet. Südlich des Portals arbeiten wir an der Unterführung, die den Anschluss der Westumfahrung an die heutige Staatsstraße bilden wird. Die Arbeiten dort haben sich als sehr kompliziert herausgestellt; es muss in diesem Bereich irgendwann vor vielen Jahrhunderten offensichtlich einen Erdrutsch gegeben haben, der das Erdreich extrem komprimierte und die Arbeiten erschwert. Außerdem arbeiten wir am Mittelanschluss.
Der Mittelanschluss sollte doch erst später gebaut werden.
Wir haben gemerkt, dass jetzt, da die Baustelle noch offen ist, der erste sehr komplizierte Teil des Mittelanschlusses mit sehr viel weniger Aufwand errichtet werden kann als später, wenn die Umfahrung bereits in Betrieb ist. Allerdings haben wir einige Monate verloren, weil die entsprechenden Grundenteignungen ihren bürokratischen Weg gehen mussten.
Also verzögert sich die Inbetriebnahme der Westumfahrung?
Ich hoffe nicht. Wir möchten trotz dieser Verzögerung die Westumfahrung – natürlich ohne Mittelanschluss, dessen letzten Meter erst nachher abgeschlossen werden – im Dezember in Betrieb nehmen. Im Moment sind wir der Meinung, dass wir es schaffen können. Durch die Verzögerung am Mittelanschluss könnte die Baufirma ohne Pönale im März oder April abschließen. Wir wollen aber unbedingt schon im Dezember die ersten Autos auf der Westumfahrung sehen.
wv