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Brixen & Umgebung
28.07.2010

Kompostierwerk wird erweitert

Derzeit sind in Südtirol neun Kompostierwerke in Betrieb, eines davon im Abfallzentrum Schabs. Dieses Bioabfallkompostwerk soll nun durch den Neubau von vier Biomüll-Rotteboxen und einer Abluftbehandlung erweitert werden. In diesen werden die organischen Abfälle der Wiederverwertung zugeführt. Der dafür notwendige Verrottungsvorgang ist in mehreren Schritten unterteilt, die etwa zwölf Wochen benötigen: Zuerst wird in den Boxen das Rottegut, bestehend aus etwa 40 Prozent Bioabfall und 60 Prozent Strukturmaterial, mittels Radlader eingetragen. Dann erfolgt für rund zwei Wochen die Intensivrottphase, bei der geruchsintensive Fettsäuren abgebaut werden. Da die Rotteboxen verschlossen sind, unter konstantem Unterdruck stehen und Abluft aus den Rotteboxen abgesaugt sowie über einen Biofilter gereinigt wird, gibt es wenig bis keine Geruchsemissionen. Anschließend erfolgt eine bis zu zehn Wochen andauernde offene Kompostierung. Die geruchsintensivsten Phasen bei diesem Kompostierverfahren finden hauptsächlich während des Be- und Entladens der Intensivrotteboxen sowie beim Aufsetzen des Kompostgemisches aus den Intensivrotteboxen auf die Hauptrotte mittels Radlader statt. Durch eine durchdachte Betriebsführung und die Nutzung des Biofilters können diese unfeinen Gerüche zwar auf ein Minimum reduziert werden – gänzlich geruchlos geht es allerdings nicht über die Bühne.