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24.06.2010

„50.000 Höhenmeter pro Jahr"

Sabine Gandini aus Brixen, Zweifachsiegerin der Dolomitenrundfahrt und Gesamtsiegerin des Tiroler Bergsprints, über ihren Sieg beim Großglockner-Bergradrennen und ihre Stärken beziehungsweise Schwächen.

Frau Gandini, Sie können sich aufgrund des Sieges beim Großglocknerrennen, bei dem insgesamt 2.800 Fahrer, davon 200 Damen, die 1700 Höhenmeter bewältigen, nun offiziell „Glocknerkönigin 2010“ nennen. Wie ist das Rennen aus Ihrer Sicht gelaufen?
Von Anfang an konnte ich mit der Führungsgruppe mithalten. 1,5 Kilometer vor dem Ziel habe ich dann angefangen zu attackieren, konnte die Konkurrentinnen einholen und sogar an der sechsfachen Siegerin Karin Gruber vorbeiziehen. Am Ende bin ich dann mit einer Zeit von 1.32:09 Stunden und etwa 40 Sekunden Vorsprung als Erste ins Ziel gekommen. Wenn ich ein Ziel fest vor Augen habe, starte ich durch - wenn dann noch Körper und Beine mitspielen, bin ich nur schwer einzuholen.

Sie haben im vorigen Jahr auch beim längsten Bergrennen der Welt in Hawaii mit 3100 Höhenmetern den zweiten Platz belegt und dabei eine Reihe von Profifahrern hinter sich gelassen. Wie trainieren Sie?
Da ich von Beruf Zahntechnikerin bin, habe ich nicht so viel Zeit zum Trainieren. Die Intensität des Trainings hängt vom Rennplan ab, meist trainiere ich während der Mittagszeit. Pro Jahr kommen so schon etwa an die 50.000 zurückgelegte Höhenmeter zusammen.

Wo liegen Ihre Stärken beziehungsweise Schwächen?
Die schnellen Rundkurse, die zumeist bei den Profis gefahren werden, liegen mir nicht so sehr. Am liebsten fahre ich richtige Bergrennen mit langen Anstiegen und folglich langen Abfahrten; meine Rekordzeit liegt derzeit bei 103 Stundenkilometern.