24.06.2010
Goldener Speicher
Der neue Fernwärmespeicher im Umfeld des Jakob-Steiner-Hauses in Milland erhält ein besonderes Kleid: In den letzten Wochen wurden die Stahltanks mit den nötigen Verbindungsrohren und Sensoren versehen und dann mit einer etwa 50 Zentimeter dicken Mineralfaserschicht isoliert. Zurzeit ist man dabei, die äußeren Hüllen anzubringen, die aus einem goldschimmernden Trapezwellblech bestehen und so den Tanks eine recht elegante Erscheinung verleihen. Im Laufe der nächsten Wochen werden die Arbeiten abgeschlossen sein, sodass erste Probeläufe durchgeführt werden können. Damit kann der Speicher rechtzeitig im Spätsommer in Betrieb gehen; eine unfreiwillige morgendliche Kaltdusche dürfte dann wohl eher die Ausnahme sein. Der Pufferspeicher enthält nämlich sechs Tanks mit einem Fassungsvermögen von 600.000 Litern Brauchwasser. Aufgeheizt werden diese Tanks über eigens verlegte Rohre, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind. Somit steht auch zu den Spitzenzeiten genügend heißes Wasser bereit, und die Leistungsspitze kann mühelos überbrückt werden. Das Fassungsvermögen und der Standort der Tanks ergaben sich aufgrund von durchgeführten Netzsimulationen. Dazu musste auch ein Grundstück von der Landesverwaltung angekauft werden. Vom jetzigen Standort aus ist nämlich eine gute Versorgung besonders des Millander Fernwärmenetzes gewährleistet. Das Bauwerk umfasst auch einen unterirdischen Betriebsraum für die Unterbringung aller Aggregate, Steuerungen und Sicherheitseinrichtungen.
kr