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Brixen & Umgebung
31.05.2010

Archäologische Funde

Im Don-Bosco-Areal an der Brixner Mozartallee stieß man auf archäologische Funde von großem historischen Wert. Wie Archäologe Gianni Rizzi, dessen Unternehmen die Ausgrabungen baubegleitend durchführt, erklärt, ist vor allem der Erhaltungszustand der Funde hervorragend. Neben einigen prähistorischen Gegenständen wie Silexklingen stammen die Fundstücke vor allem aus der Zeit um 1200 nach Christi: Aus dieser Ära hat sich eine massive Umfassungsmauer erhalten, und in diesem umfriedeten Bereich entdeckten die Archäologen Reste von Holzbauten und Steinstrukturen sowie Grabstellen. Bei diesen handelt es sich wahrscheinlich um eine Art Lazarett mit angrenzendem Friedhof, in dem Personen mit ansteckenden Krankheiten bestattet wurden. Festgestellt wurde ebenso, dass dieses Areal immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht wurde. Eine weitere Nutzung lässt sich im 16. bis 18. Jahrhundert nach Christi nachweisen: Aus dieser Epoche wurden vor allem Münzen gefunden. Evident scheint auch, dass hier die Toten der großen Pest aus dem Jahr 1629 bestattet worden sind. Im 18. Jahrhundert diente das Gebiet hingegen als Standort für ein Krankenhaus. „Im Moment scheint es so zu sein, dass wir es hier mit einem Areal zu tun haben, das immer schon als Lazarett, Krankenhaus und als Friedhof genutzt wurde“, erläutert Gianni Rizzi, „es ist auch nicht auszuschließen, dass die Mauerreste zu einer Kirche gehörten“. db