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Brixen & Umgebung
31.05.2010

Neuer Friedhof gesegnet

Im Rahmen einer besinnlichen Feier wurde unlängst der erweiterte Friedhof in Milland gesegnet. Das Projekt hatte im Vorfeld für einige Unruhe gesorgt, wurde zu einem Politikum und stellte eine willkommene Munition während des zuletzt geführten Wahlkampfes dar. Nun kehrt aber hoffentlich Ruhe ein für einen Ort, der eigentlich für Ruhe und Frieden geschaffen wurde. Der neue Friedhof an der Maria-am-Sand-Kirche stellt ein großzügiges Areal dar, mit Raum für 160 Grabstätten und 60 Urnengräbern. Durch die Unterschreitung des veranschlagten Budgets von 1,7 Millionen Euro konnten zudem weitere überfällige Erweiterungs- und Ausbesserungsarbeiten am bestehenden Friedhof und an der Kirche durchgeführt werden. Da der Friedhof mit einem leichten Gefälle von fünf Prozent angelegt wurde, bietet sich für die Besucher eine schöne Aussicht hinunter nach Milland und Brixen. Von der während der Bauzeit noch sehr massiv wirkenden talseitigen Stützmauer ist inzwischen kaum mehr etwas zu sehen, da hier eine begrünte Böschung angelegt wurde. Dominant erhebt sich im östlichen Bereich des Friedhofs eine freistehende, rechteckige Wand, die von einem Kreuz und einem langen Brunnentrog durchbrochen ist – für Architekt Christian Mahlknecht symbolisiert diese Wand den Übergang vom irdischen Leben ins Jenseits. Das Wasser im Brunnen sei dabei das Symbol für das Leben, das hier regelrecht durch die Wand fließt. Auch findet sich eine Bank zum Verweilen; die schön gearbeiteten Metallarbeiten in Messing stammen von Andreas Ellecosta. Einzigartig auch das ewige Licht, das weithin sichtbar außerhalb der Mauer in Form einer steinernen Säule mit einem integrierten Kurbelaufzug für die darin befindliche Kerze errichtet wurde. Ein Kriegerdenkmal, von dem ein Modell zu sehen war, wird in Kürze noch geliefert. kr