31.05.2010
„Viel anspruchsvoller als erwartet“
HERMANN ACHMÜLLER, erfolgreicher Langstreckenläufer aus Bruneck, über den „Brixen Dolomiten Marathon“, der am 3. Juli am Domplatz startet und über die klassische Marathon-Distanz zur Plose führen wird.
Herr Achmüller, was unterscheidet den „Brixen Dolomiten Marathon“ von anderen Bergläufen?
Letzte Woche bin ich zum ersten Mal den ersten Teil der Strecke bis Kilometer 22 abgelaufen. Der Brixen Dolomiten Marathon hat zum Beispiel im Vergleich zum bekanntesten Bergmarathon, dem Jungfrau-Marathon im Berner Oberland, einen vollkommen anderen Charakter. Beim Jungfrau-Marathon sind die ersten 25 Kilometer flach, und erst dann geht es bergauf. In Brixen beginnt die Steigung gleich nach zwei Kilometern mit insgesamt mehr Höhenmetern. Die Strecke ist viel anspruchsvoller als ich mir erwartet hatte, vor allem von den Höhenmetern. Zeitmäßig ist er sicher länger als der Jungfrau-Marathon. Vom Panorama her ist der „Brixen Dolomiten Marathon“ eine wunderschöne Strecke, die übrigens auch für Hobbyläufer geeignet ist. Wenn man sich nicht allzu sehr selbst unter Druck setzt und mit Köpfchen läuft, müsste jeder gut ins Ziel kommen.
Weil der Marathon anspruchsvoll ist, bietet der Veranstalter ja auch einen Staffellauf an.
Das ist eine sehr gute Idee; man kann die Strecke auf vier Läufer aufteilen. Ziel wird jedoch sein, dass möglichst viele Läufer die lange Distanz bewältigen.
Sie werden in Brixen dabei sein?
Ja, in Südtirol ist das eine einmalige Sache, und ich sehe große Chancen, dass der „Brixen Dolomiten Marathon“ mit den Jahren ein großer Erfolg werden wird. Man darf nicht gleich im ersten Jahr tausende Leute erwarten; es muss über Jahre Aufbauarbeit geleistet werden.