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Politik
27.01.2010

„Ich bin nie gefragt worden“

RUDI RIENZNER, Exponent des Kleinen Edelweiß bei den Gemeinderatswahlen 2005, über die kürzliche Zeitungsmeldung, er werde eventuell 2010 auf der Liste des PD für das Amt des Bürgermeisters kandidieren.

Herr Rienzner, um ein Haar hätten Sie für das Amt des Bürgermeisters kandidiert?
Nein. Carlo Costa vom PD war im Vorfeld auf mich herangetreten mit der Aussage, er möchte auch deutschsprachige Kandidaten für die Gemeinderatswahlen aufstellen. In der Folge bin ich zu einer Sitzung eingeladen worden, in der das Projekt vorgestellt wurde. Bei einem weiteren Treffen wurde die Thematik vertieft; ich war allerdings an diesem zweiten Termin beruflich verhindert. Eine Bürgermeisterkandidatur kam für mich nie in Frage.

Wie kommt der PD dann zu dieser Annahme?
Ich bin nie gefragt worden, ob ich als Bürgermeisterkandidat zur Verfügung stehen würde. Die Diskussion, welche Person für den PD als Bürgermeister kandidieren sollte, wurde parteiintern ohne mich geführt. Trotzdem: Die Vorgehensweise des PD finde ich klug. Man sucht Kandidaten aus dem persönlichen Umfeld, von denen man der Meinung ist, sie würden gut in die Liste passen, und lädt sie zu ersten Treffen ein. Ich kenne sowohl Carlo Costa als auch Gianlorenzo Pedron gut, und ich war auch überrascht über die Kompetenz der angesprochenen Personen.

Das heißt, Sie kandidieren auf der Liste des PD für den Gemeinderat?
Ich denke nicht. Man soll zwar nie nie sagen, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich. Nichtsdestotrotz setze ich mich gern für Brixen ein: Auch mein Engagement für die U18-Leichtathletik-WM ging in diese Richtung, obwohl man mir von vielen Seiten davon abgeraten hatte. Vielleicht sollte ich lernen, Nein zu sagen…