Nicol Matt, Leiter des Chamber Choir of Europe (CEE), über die Zielsetzungen des europäischen Jugend-Chores und warum das Konzert „Weltenklänge-Zeitenklänge“ am 10. Juli in Brixen trotz aller Unterschiedlichkeit auch Gemeinsamkeiten aufweist.
Herr Matt, welche Zielsetzungen verfolgt der Chamber Choir of Europe?
Der Chor wurde 1998 auf Initiative einiger Sänger des Welt-Jugendchores als „Nordic Chamber Choir“ gegründet. Unter meiner Leitung änderte er 2002 seinen Namen in „Chamber Choir of Europe“, um seinem internationalen Charakter mehr Rechnung zu tragen. Der Chor besteht aus jungen, ausgebildeten Sängern aus ganz Europa, die sich regelmäßig zu Projekten in den verschiedenen Ländern treffen. Die Besetzung variiert je nach Literatur zwischen 16 und 35 Choristen. Ziel ist, nicht nur Musik auf höchstem Niveau zu machen, sondern auch die daraus entstandenen Freundschaften untereinander zu pflegen.
„Weltenklänge-Zeitenklänge“ umfasst Kompositionen quer durch Länder und Epochen – lässt sich eine Gemeinsamkeit festmachen?
Ja, auf jeden Fall! Das Konzert zeigt auf sehr eindrucksvolle Weise, wie Komponisten unterschiedlicher Nationalitäten ihre innere Verbundenheit mit Gott, der Natur und der Schöpfung musikalisch zum Ausdruck bringen. So vielfältig wie die einzelnen Werke tiefe und ehrliche Überzeugungen ausdrücken, genauso vielfältig ist die Besetzung des CCE: Durch die Musik und das gemeinsame Singen können die Sänger trotz unterschiedlicher Sprache ihre Gedanken und Emotionen über die jeweiligen Werke so zum Ausdruck bringen, dass sie unmittelbar auf ihre Umgebung wirkt. Die Kraft der Musik und was sie im Kollektiv bewirkt, ist überall dasselbe: Freunde, Liebe, Glaube und Geborgenheit.
Was begeistert Sie besonders an der Leitung des Chors?
Den Eindruck, den diese Sänger immer wieder hinterlassen: tiefe Ehrlichkeit und Freude gegenüber der Musik, den Menschen und dem Leben.